Australien

Byron Bay: Unser Abenteuer im Surfcamp

Willkommen in Byron Bay

Byron Bay ist im Nordosten des Bundesstaates New South Wales und eins der beliebtesten Reiseziele für Surfer und Taucher in Australien. Der Aborigine-Name der Stadt lautet Cavvanbah, was so viel wie Treffpunkt bedeutet – tatsächlich ist hier sehr viel los und wir haben Mühe, einen Parkplatz zu finden.

Als wir uns endlich in unserem privaten Doppelbettzimmer im Hostel eingerichtet haben, ist es auch fast schon Zeit für unsere ersten Surfstunden. Wir treffen uns mit anderen Backpackern und Reisenden an der Soul Surf School, bevor es mit dem Bus Richtung Küste geht. Unsere Surflehrer fahren verschiedene Strände ab, um die besten Bedingungen für die Anfängerkurse zu finden.

Tatsächlich wird es der erste Strand, den wir anfahren: der Lennox Head Beach. Jeder schnappt sich ein Surfbrett und dann geht’s über den heißen Sandstrand ans Wasser. Zuerst bekommen wir die Grundlagen erklärt: Wie hält man das Surfboard richtig, wie steigt man auf, wie passt man den perfekten Moment ab. Auch Grundlagen über gefährliche Riptides und wie man diesen entkommt werden erklärt.

Grundlagen am Lennox Head Beach
Foto: Soul Surf School

Surftag 1: Die Grundlagen

Nachdem wir das Theoretische hinter uns haben, geht es mit unseren roten Leibchen ins Wasser. Zu Beginn helfen uns die Lehrer den perfekten Moment zu finden und geben unseren Surfbrettern einen kleinen Schubs; später suchen wir uns dann unsere eigenen Wellen und versuchen, für ein paar Sekunden auf den Beinen zu bleiben.

Leichter gesagt als getan! Es kann am Anfang etwas deprimierend sein, wenn man direkt wieder herunterfällt oder nur ein paar Sekunden aufrecht stehen kann. Aber Übung macht den Meister und nach ein paar Anläufen klappt es immer besser! Die perfekte Haltung ist das zwar noch nicht, aber zumindest schaffen wir es, für längere Zeit auf den Wellen zu reiten, ohne runterzufallen!

Massimo beim Surfen
Foto: Soul Surf School

Die Stunden vergehen wie im Flug und schon bald ist es Zeit für den Aufbruch. Massimo ist für den ersten Tag sehr zufrieden über das Ergebnis, Torsten hingegen hat es mit seiner Größe etwas schwieriger. Zum Abschluss fahren wir zur Entspannung zum Lake Ainsworth. Dieser See, der auch Tea Tree Lake genannt wird, ist aufgrund der umliegenden Teebäume bekannt dafür, gesundheitsfördernde und verjüngende Eigenschaften für Haut und Haar zu haben.

Byron Bay bei Nacht

Am Abend machen sich die ersten Zeichen eines fiesen Muskelkaters bemerkbar, die sich allerdings noch in Grenzen halten. Der Tag war zwar anstrengend, allerdings hat man das beim Surfen selbst gar nicht so gemerkt. Erst jetzt fällt uns auf, dass unsere Knie vom Sand aufgeschabt sind, die Brustmuskeln schmerzen und die Oberarme blaue Flecke vom Surfboard haben.

Als Belohnung gönnen wir uns im Cheeky Monkey’s ein paar Bier und ein leckeres Abendessen. Viele Backpacker kommen auch am späten Abend hierher, um Party zu machen – wir finden aber, ein kurzer Besuch für ein relativ günstiges Dinner reicht vollkommen aus!

Stattdessen macht es viel mehr Spaß, durch die Straßen von Byron Bay zu schlendern, dem bunten Treiben zuzusehen und die vielen schönen Läden am Straßenrand zu besuchen. Überall ist hier etwas los und die Stimmung ist wie auf einem großen Stadtmarkt.

Byron Bay bei Dämmerung
Byron Bay bei Dämmerung

Am Strand und auf der Wiese davor sitzen viele Menschen und lauschen entweder der Live-Musik oder feiern mit der Kopfhörer-Disco ihre eigene Party. Es ist eine lockere Atmosphäre, die uns sehr gut gefällt! Bevor es nach Hause geht, besuchen wir eine Rooftop Bar und genehmigen uns noch ein paar ausgefallene Cocktails.

Byron Bay – Strand und Park bei Dämmerung
Cocktails in einer Rooftop Bar in Byron Bay

Auf dem Rückweg zum Hostel treffen wir auf die talentierte Lucy Gallant, die hier ein Straßenkonzert gibt. Fasziniert von ihrer Musik und ihrem Auftritt bleiben wir eine Weile und hören entspannt zu. Am Ende kaufen wir uns sogar ihre CDs.

Lucy Gallant in Byron Bay

Surftag 2: Lenken lernen

Der zweite Tag bricht an und jetzt entfaltet der Muskelkater erst so richtig seine Wirkung. Vor allem Beine, Arme, Brust und Po schmerzen vom gestrigen Tag und wir hoffen, dass das bis zum Beginn unserer zweiten Unterrichtseinheit ein wenig nachlässt.

Wieder treffen wir uns vor der Surf School und wir fahren mit dem Bus diesmal ein Stückchen weiter, nämlich zum Sharpes Beach. Heute sind wir zu erkennen an den blauen Leibchen und unsere Surflehrer versprechen uns bessere Wellen und größere Erfolge!

Surfgrundlagen Tag 2
Foto: Soul Surf School

Nach einer kurzen Einführung zum Thema Lenken auf der Welle geht es dann ins Wasser und wir versuchen unser Glück. Tatsächlich klappt es heute noch ein ganz Stück besser und das trotz Muskelkater. Sogar Torsten ist mit seinen Fortschritten zufrieden und wir haben eine Menge Spaß, jetzt wo man etwas länger auf dem Board bleibt.

Torsten beim Surfen
Foto: Soul Surf School
Torsten beim Surfen
Foto: Soul Surf School
Massimo beim Surfen
Foto: Soul Surf School

Gegen Ende wird der Spaß dann allerdings ein bisschen gedämpft. Eine junge Dame aus unserer Gruppe macht Bekanntschaft mit einer Bluebottle; eine dieser nervigen Quallen, deren Berührung unheimlich wehtun kann, wie Torsten auch schon herausfinden musste.

Wir gehen noch mal kurz ins Wasser, aber es scheint, als wäre die Qualleninvasion noch nicht vorbei. Zum Glück sind diese Spielverderber erst so ziemlich am Ende unseres Unterrichts aufgetaucht, so konnten wir wenigstens den Großteil der Zeit mit Üben verbringen.

Gruppenbild unserer Surfergruppe
Foto: Soul Surf School

Die Bucht in all ihrer Pracht

Unser Surfabenteuer ist zwar schon vorbei, aber wir haben noch etwas Zeit, um Byron Bay und die Umgebung weiter zu erkunden. Am nächsten Tag fahren wir in die Cape Byron Conservation Area, um den dortigen Leuchtturm, den Cape Byron Light, zu besuchen. In Australien gibt es Leuchttürme ja wirklich zuhauf, allerdings ist die Umgebung hier wirklich eine der schönsten, die wir bisher gesehen haben.

Byron Bay Light
Byron Bay Light
Cape Byron

Man hat einen grandiosen Blick auf die Bucht von Byron Bay, sieht Paddler, Taucher und Kanufahrer auf dem klaren Wasser und kann mit viel Glück sogar Delfine sehen. Ganz zu schweigen von den wunderschönen Klippen und Stränden! Nach einer kurzen Wanderung wird man schon von der nächsten Aussicht überwältigt. Hier befindet sich übrigens auch der östlichste Teil von Australiens Festland!

Cape Byron
Cape Byron

Wandert man noch ein bisschen weiter kommt man zu einem herrlichen Sandstrand, der trotz der Sommerferien überhaupt nicht überlaufen ist. Schade, dass wir unsere Badesachen nicht eingepackt haben – trotzdem können wir kurz mit den Beinen ins Wasser gehen und uns ein bisschen abkühlen. Auf dem Rückweg entdecken wir sogar ein paar süße Wallabys im Busch. Leider sind die hier ziemlich scheu; gefreut hat es uns trotzdem!

Strand am Cape Byron
Wallaby am Cape Byron
Strand am Cape Byron

Eine Lagune im Paradies

Wir hatten eine schöne Zeit in Byron Bay und nehmen nicht nur den Muskelkater als Andenken mit, sondern auch die tollen Erfahrungen und Eindrücke von hier. Unser nächstes Ziel ist Tweed Heads, aber auf dem Weg dorthin halten wir im unscheinbaren Pottsville an.

Es gibt hier eine wunderschöne Lagune am Cudgera Beach, in die klares Wasser hereinströmt und zumindest nah am Ufer frei von Bluebottles ist. Es sind nur wenige Leute hier und die Lagune ist ein bisschen hinter dem Busch versteckt; ein echter Geheimtipp also für alle, die ein bisschen baden wollen, ohne gegen die hohen Wellen und Quallen ankämpfen zu müssen.

Lagune am Cudgera Beach
Lagune am Cudgera Beach

Ein weiterer schöner Strand weiter nördlich ist der Hastings Point Beach; in einer weitläufigen Kurve erstreckt sich dieser Strand über mehrere Kilometer. Nicht umsonst trägt diese Gegend hier den Spitznamen „Jewel of the Tweed“.

Hastings Point Beach

An der Grenze zu Queensland

Wir sind nun so ziemlich am Rand von New South Wales angekommen und verbringen die nächsten paar Tage in Tweed Heads South. In unserem gemütlichen Motelzimmer können wir ein bisschen Arbeit nachholen und ein wenig durch die Stadt spazieren. Im Faux Park kann man am Abend viele Angler beobachten.

Tweed Heads South

Wir erreichen Coolangatta, der südlichste Vorort der Gold Coast und sind nun theoretisch schon in Queensland. Genau hier an der Grenze befindet sich die Rainbow Bay, von der man in der Ferne schon die Skyline der Gold Coast sehen kann. Wir entspannen uns noch ein wenig auf der Wiese am Point Danger und genießen die Sonne, bevor wir dann weiter Richtung Norden fahren.

Point Danger und Rainbow Bay
Point Danger und Rainbow Bay

In unserem nächsten Blogartikel berichten wir euch dann schon aus Queensland! Wir freuen uns auf unsere Abenteuer an der Gold Coast und hoffen, ihr begleitet uns auch weiterhin!

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